Co-Workers-Gathering der internationalen Jugendsektion in Dornach
VON MERIT BRINKS | JANUAR 2026
Vom 2.-6. Januar 2026 fand das Co-Workers-Gathering der internationalen Jugendsektion am Goetheanum statt.
Die allgemeine Jugendsektion der freien Hochschule für Geisteswissenschaft ist am Goetheanum beheimatet, gliedert sich aber in viele selbstständige Untergruppen, die über die ganze Welt in verschiedenen Ländern und Kontinenten verteilt sind. Auch unsere Gruppe in Deutschland ist Teil dieses Stromes.
Wie können diese Gruppen zwar autonom, frei und selbständig arbeiten, aber doch im Geiste, in der Ausrichtung verbunden sein und sich auch untereinander verbunden fühlen?
Dafür wird versucht, alle ein bis zwei Jahre ein Co-Workers-Gathering, also ein großes Treffen zu veranstalten, bei welchem möglichst jede aktive Gruppe vertreten ist. Dabei können wir einander besser kennenlernen, austauschen, inspirieren und auch in engere Zusammenarbeit kommen. Von unserer Jugendsektion in Deutschland waren Carl, Keivan und ich (Merit) vertreten.
Für mich (Merit), war es das erste Co-Workers-Gathering welches ich erleben durfte. Bisher kannte ich einige Menschen, die an der Jugendsektion am Goetheanum tätig sind aber noch kaum jemand aus den anderen Gruppen. Es war für mich eine große Bereicherung all die anderen jungen Menschen kennen zu lernen, die weltweit überall verstreut und doch an den gleichen Themen arbeiten. Auch und gerade weil in jedem Kulturkreis unterschiedliche Herausforderungen und Umstände gegeben sind, entstehen hierbei viele neue Blickwinkel und Erkenntnisse, auch für die eigenen Fragen und Herangehensweisen. Für mich war es sehr belebend und erfrischend dass wir eine so bunte Gemeinschaft waren, in welcher, durch die verschiedenen Hintergründe und kulturellen Einflüsse die sich gegenseitig bereicherten, ein größeres Ganzes für mich zu erleben war.
Die Tagung gliederte sich in verschiedene Teile.
Morgens versammelten wir uns in kleineren Lesegruppen, zum Teil nach Sprachen aufgeteilt, und bearbeiteten gemeinsam den Vortrag „Was tut der Engel in unserem Astralleib“. Dann folgten Workshops zu verschiedenen Themen, die von uns als Teilnehmende selbst geleitet und gestaltet wurden.
In dieser Zeit tagte auch die Gruppe zum Global Access und Projekt Fund, in welchem das letzte Jahr über Geld gesammelt wurde, um einerseits allen Teilnehmenden von weiter weg die Reisekosten zu ermöglichen, andererseits auch um Initiativen und Projekten innerhalb der verschiedenen Gruppen eine Förderung zu ermöglichen. Daraus ergab sich auch ein Mitteilen und gegenseitiges Berichten von den Projekten und Arbeitsweisen der verschiedenen Gruppen. Nachmittags ging es weiter mit einen längeren künstlerischen Bewegungsangebot und an drei der vier Abenden gab es jeweils ein Vortrag von Michaela Glöckner, Nathaniel Williams und Marco Bindelli, in denen auch die Themen aus der morgendlichen Arbeit der Lesegruppen mit anklangen. Unter dem Titel Cultural Sharing ließen wir unseren letzten Abend gemeinsam ausklingen.
Es waren reiche Tage mit viel Begegnung, untereinander, aber auch mit vielen verschiedenen Themen und Fragen. Für unsere Arbeit der Jugendsektion in Deutschland tauchten zwei größere Themenbereiche auf. Einerseits die Arbeit der jungen Hochschule, welche für die Jugendsektionsarbeit noch viele Fragen mit sich bringt, aber auch ein starkes Interesse sich damit mehr zu beschäftigen und geeignete Wege dafür finden zu wollen. Als weiteren Themenbereich stellten wir uns die Frage, wie wir in Zukunft mit dem Jugendseminar in Stuttgart in eine engere Zusammenarbeit kommen können. Hierfür hatten wir einige schöne Gespräche mit Lukas Schaaf und Marko Bindelli. Es war ein schöner Start in das neue Jahr, mit viel Schwung und Inspiration durch all die Eindrücke und Begegnungen. Ich bin gespannt was sich hieraus noch weiter entwickeln mag und freue mich schon auf ein nächstes internationales Treffen!
Für die Zwischenzeit gibt es regelmäßige Zooms mit den internationalen Gruppen weltweit, wer Interesse hat dort teilzunehmen, kann uns gerne bescheid geben.
von Merit Brinks